Speicherdimensionierung für Haushalts-PV erklärt
Praktische Faustregeln zur Dimensionierung von Hausspeichern passend zu PV-Erzeugung und Haushaltsbedarf.
Die Faustregel: 1 kWh pro kWp
Als Ausgangspunkt gilt: Batteriekapazität und PV-Leistung im Verhältnis 1:1. Ein 10-kWp-System harmoniert gut mit 9,6–12,8 kWh nutzbarem Speicher. Dieses Verhältnis funktioniert für typische mitteleuropäische Haushalte mit einem Tagesbedarf von 8–15 kWh.
Anpassung für Verbrauchsmuster
- Hoher Tagesverbrauch (Homeoffice, E-Auto-Laden): Das 1:1-Verhältnis bleibt passend.
- Hoher Abendverbrauch, geringer Tagesverbrauch: Auf 1,2–1,5× kWp vergrößern.
- Niedriger Gesamtverbrauch (unter 8 kWh/Tag): 0,8× kWp meist ausreichend.
Backup-Anforderungen berücksichtigen
Für Backup-Bedarf: kritische Lasten (Kühlschrank, Beleuchtung, Router, Heizungspumpe) aufsummieren und mit gewünschten Backup-Stunden multiplizieren. Ein 9,6-kWh-Speicher liefert bei 90 % Tiefentladung ~8,6 kWh — für 700 W kritische Last rund 12 Stunden.
Sungrow SBR-HV Konfigurationsempfehlung
- SBR096 (9,6 kWh): Für 8–10 kWp
- SBR128 (12,8 kWh): Für 10–14 kWp oder hohe E-Auto-Lasten
- SBR192 (19,2 kWh): Für große Häuser oder leichten Gewerbebereich